Die Übernahme - Teil I

"Warum schreibst du eigentlich nie was in deinen Blog?"

"Ich schreibe doch!"

"Zwei einhalb Einträge in 10 Monaten sind für mich eher nichts."

"Ich werde ja was schreiben... ganz bald."

"Das glaubst du doch selbst nicht. Lass mich mal ran."

"Doch doch. Es ist nur eine Frage der... he, was machst du an meinem Computer? Das kannst du nicht, das ist doch mein.. Aua, das tut weh! Was willst du d.. *arrg* *uff* *röchel*"

[...]

Wir präsentieren einen neuen Eintrag in der Reihe: Steffis Reise nach Japan!

 

Die Übernahme - Teil I

Meine Reise ins Land der Aufgehenden Sonne begann am 03. Juni zur unmenschlich frühen Zeit von 7 Uhr morgens am Bahnhof Brilon Wald.

 

 

Bewaffnet mit einem Koffer (20,6 kg), einer Reisetasche (12,6 kg) und meinem Handgepäck-Rucksack trat ich die Reise mit dem Zug bis zum Düsseldorfer Flughafen an. Zweimal umsteigen macht dann wirklich viel Spaß, vor allem wenn es keine Aufzüge oder Rolltreppen gibt und man sich über Treppen und Bahnsteige mit seinem Gepäck alleine abmühen darf… aber selbst ist die Frau und so ging alles ohne größere Katastrophen (abgesehen von übervollen Zügen, nervigen Menschen und nervigen Menschen die im Zug telefonieren und man so Dinge mitbekommt die man NICHT wissen will – von NIEMANDEM!) von statten und ich bin wohlbehalten am Flughafen angekommen.

Dort ging es mit dem Skytrain, einer Art Schwebebahn, die die Terminals mit dem Flughafen verbindet, zum richtigen Terminal.

 

 Schnell gecheckt wo ich endlich mein Gepäck loswerden konnte – das war eine wirkliche Wohltat! - und ab durch die Sicherheitskontrolle und schon war ich am Gate. Das Flugzeug nach Helsinki stand auch schon bereit.*

 

*Anm. des Blogeingners: dann warst du ja auch nicht viel pünktlicher als ich normalerweise^^

 

Der Flug verlief ruhig und ereignislos. In Helsinki hatten wir dann eine gute Stunde Aufenthalt, die ich genutzt habe um mir einen erfrischenden und bestimmt auch ganz kalorienarmen Java Chocolate Chip bei Star Bucks zu gönnen.

Ich habe jedoch davon abgesehen mir eins der zahlreichen angebotenen Rentier-Felle zu kaufen, das war mir dann doch eine ganze Ecke zu krass oder mich in eine der scheinbar auch recht beliebten Schlaf-Kapseln zu legen, die da an vielen Ecken standen (ich möchte mir nicht vorstellen wie eng und stickig und ungemütlich das sein muss… aber gut das muss ja jeder selber wissen) :

 

Am Flughafen präsentierte sich das finnische Rote Kreuz, worüber ich doch schon arg schmunzeln musste, aber auch etwas Mitleid mit der Dame hatte, weil am Flughafen bestimmt wenig Leute Bock haben sich darüber was anzuhören.

 

Im Flugzeug nach Nagoya hatte ich eine Sitz in der mittleren Sitzreihe, der mit Bildschirm mit diversen Filmen, Serien, Spielen und Radiosendern ausgestattet war und sich so die 9 Stunden Flug doch recht gut rumkriegen ließen. Auf dem Hinflug hab ich mir Zoomania, wirklich ein schöner Film, und Deadpool angeguckt, auch kein schlechter Film, aber schon teilweise wirklich etwas zuu krass für meinen Geschmack.

 

Zwischendurch gab es dann auch ein lecker Essen:

 

 Bestehend aus einem Laugenbrötchen, kalten Soba-Nudeln mit Soja-Soße (wobei ich erst dachte „hmm ob das schmeckt“, aber es war sehr lecker), Hähnchengeschnetzeltem mit Reis und zum Nachtisch einen kleinen Schoko-Napfkuchen, der erstaunlich lecker war. Und dazu natürlich das obligatorische Wasserpäckchen. Alles in allem sehr gut und lecker^^

Sowie auch ein japanisch angehauchtes Frühstück, da im Flugzeug bei Langstreckenflügen schon auf die Zeit im Zielland umgestellt wird, was in diesem Fall bedeutete 7 Stunden plus auf unsere Zeit, da wir um kurz vor neun Uhr morgens landen sollten.

 

Bestehend aus einem Brötchen mit eingebackenen Oliven, sehr lecker wenn auch ungewöhnlich (zumindest für mich), O-Saft, ein Blaubeer-Joghurt, eine Art Kartoffelrösti und ein Frischkäse-Taler, ein kleines Würstchen und Rührei, das ganze angerichtet auf einer lauwarmen Tomaten-Soße. War auch wirklich lecker und hat dann nochmal einen Energieboost gegeben, mit dem man gut bis zur nächsten Mahlzeit kam.

Gelandet, ging es dann erstmal auf die nächstbeste Toilette um mir die Zähne zu putzen. Dort wurde ich freudig von der Klofee begrüßt:

    

Was ich ja schon sehr verstörend fand, aber gut (da wusste man man ist in Japan) xD

Nach der Gepäckausgabe ging es durch die Immigration control, wo noch mal alles ganz genau geprüft wurde und dann war ich wirklich in Japan!!! Immer noch absolut unglaublich und etwas surreal.

Direkt am Flughafen musste ich die ersten Touri-Bilder machen:

 

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Aber Shenlong ist einfach zu cool um an ihm vorbei gehen zu können, egal ob blau oder grün.

Vom Flughafen aus sind wir dann mit der Straßenbahn in die Innenstadt von Nagoya gefahren. Die war zum Glück nicht so voll, sodass wir einen Sitzplatz bekommen haben und ich mich in aller Ruhe umgucken konnte. Die japanischen Firmen machen wirklich an jedem Quadratzentimeter Werbung für irgendwas in so einer Bahn, das ist mir in dieser Woche echt stark aufgefallen. Es gab sogar eine U-Bahn wo Werbung an den Haltegriffen platziert war, nur leider konnte ich das nicht fotografieren.

Und es gibt überall interessante Warnschilder:


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Weil die entweder ihre eigene Bevölkerung für absolut unfähig halten oder es als Präventionsmaßnahme für die dämlichen Gaijins ansehen, man weiß es nicht. **

Von der Haltestelle mussten wir noch so ca. 10 Minuten bis zum International House wo Jens wohnt laufen. Das ist direkt neben der Uni und für die ausländischen Arbeiter der Uni gedacht, wenn man möchte. Eine dementsprechende Vielfalt an Namen gab es dann auch auf den Schildern zu betrachten.

 

** Anm. des Blogeigners: Ich persönlich denke, die Japaner stehen einfach auf Schilder. Und sie meinen (wie die Deutschen auch) dass man Dinge hervorragend regeln kann, indem man einfach die richtigen Schilder aufhängt. Dazu möchte ich nur dieses Foto von einem Fahrrad-Parkplatz anmerken:

 

2 Kommentare 12.11.16 09:34, kommentieren

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Tag 2: Ankake

Ankake Spaghetti sind eine Spezialität aus Nagoya. Dabei handelt es sich um Nudeln mit einer recht dicken Soße, die entfernt nach Tomaten schmeckt, aber wohl hauptsächlich aus Bohnen gemacht wird. Mit diesen Grundzutaten gibt es im heimeligen Ankake Restaurant (das sich nur einen Block entfernt von meinem Hotel befindet)  eine Auswahl von etwa zwei Dutzend Variationen, die sich durch unterschiedliche Toppings unterscheiden (Pilze, Speck, Eier, Garnelen, Fisch, Gemüse etc). Ich kann es nur weiterempfehlen!

30.1.16 12:12, kommentieren